Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Potsdam

Das Marmorpalais am Heiligen See in Potsdam

Potsdam ist mit seinen weitläufigen Parks und vielen Seen ein beliebtes Urlaubsziel im Sommer. Aber auch zu jeder anderen Jahreszeit (und um der Berliner Hektik zu entfliehen) ist ein Tagesausflug nach Potsdam genau das Richtige. Zu sehen gibt es nicht nur das bekannte Schloss Sanssouci oder die Filmstudios in Babelsberg, sondern viele weitere Sehenswürdigkeiten. Mit dieser Vielzahl von kulturellen Highlights muss sich Potsdam hinter Berlin wirklich nicht verstecken! Außerdem ist es die Mischung aus Stadt und Natur, die Potsdam so besonders macht. Hier sind 10 tolle Ausflugsziele für einen (Kurz-) Aufenthalt in Potsdam.

1. Historischer Stadtkern und Filmmuseum von Potsdam

Vom Hauptbahnhof in Potsdam führt der schönste Weg über die Lange Brücke an der Freundschaftsinsel vorbei bis zum Stadtschloss am Alten Markt. Die historische Mitte der Stadt wurde in den letzten Jahren weitestgehend originalgetreu wieder aufgebaut. In unmittelbarer Nähe steht das als Brandenburgischer Landtag rekonstruierte Stadtschloss, die Nikolaikirche, das Alte Rathaus und das kürzlich rekonstruierte Barberini mit seinen wechselnden Kunstausstellungen. Nur wenige Schritte von dort befindet sich das Filmmuseum, das Potsdams 100 Jahre alte Film-Historie in einer permanenten Ausstellung präsentiert.

2. Die Fußgängerzone lädt zum Bummeln ein

Die gemütliche Fußgängerzone mitten im Zentrum der Stadt ist eine beliebte Einkaufsstraße mit vielen Geschäften, Cafés und Bars. Am Ende der Straße auf dem Bassinplatz befindet sich die St. Peter-und-Paul-Kirche. Zur anderen Seite erstrahlt das Brandenburger Tor von Potsdam.

Brandenburger Tor in Potsdam

3. Brandenburger Tor

Hierbei handelt es sich nicht um die Kopie des Brandenburger Tores in Berlin – das hier ist das Original bzw. die kleinere Version vom gleichnamigen Berliner Wahrzeichen. Erbaut wurde das Brandenburger Tor in Potsdam rund 20 Jahre früher von zwei unterschiedlichen Architekten. Das erklärt auch die völlig unterschiedliche Gestaltung und Charakteristik der beiden Seiten. Im Gegensatz zu den mit Doppelsäulen und Trophäen geschmückten Seite erscheint das Tor zur Brandenburger Strasse eher schlicht verziert. Hinter dem Brandenburger Tor schließt sich der Luisenplatz mit Springbrunnen und Wasserfontäne an; von dort aus gelangt man über die Allee nach Sanssouci in wenigen Schritten zum Parkeingang. Das Grüne Gitter ist der Haupteingang und mit Sicherheit der schönste Start für einen Spaziergang im Park Sanssouci.

4. Park und Schloss Sanssouci

Das Schloss Sanssouci und sein weitläufiger Park gehören zu den schönsten Schlossanlagen Europas. Dabei spiegelt der Namenszug „Sans, Souci“ Selbstbewusstsein und Bescheidenheit gleichermaßen wider. Ein Ort ohne Sorgen, ein Schloss das verzaubert, ein Park zum Spazierengehen, stundenlang.

Neben dem berühmten Schloss Sanssouci sind die anderen Schlossgebäude wie das Neue Palais, die Neuen Kammern, das Schloss Charlottenhof, die Römischen Bäder oder das Chinesische Teehaus ebenso eindrucksvoll und einen Besuch wert.

Schloss Sanssouci in Potsdam

5. Holländisches Viertel

Hier taucht man in holländische Atmosphäre. Das Viertel umfasst 134 Ziegelstein-Häuser, die im 18. Jahrhundert für holländische Einwanderer erbaut wurden. Bis dato ist dies das größte reine niederländische Stadtviertel außerhalb der Niederlande. Heute sind in den Häusern viele Antiquitätengeschäfte und Kunsthandwerksboutiquen sowie Restaurants, Cafés und Kneipen, die zum Verweilen einladen.

Holländisches Viertel im Herbst

6. Havelrundfahrt

Potsdam ist berühmt für seine Wasserlandschaft. Die Havelrundfahrt bietet sich als Rundfahrt, aber auch als Transfer zwischen den einzelnen Stationen an. Mit einem Ticket lässt sich die Fahrt an einem Tag beliebig oft unterbrechen und fortsetzen. Interessante Ausflugsziele sind das Schloss in Caputh, der Japanische Bonsaigarten in Ferch und der historische Stadtkern in Werder, um nur einige zu nennen. Ebenso empfehlenswert ist die Schlösserrundfahrt, bei der man den Park Babelsberg, Park Glienicke und den Neuen Garten vom Wasser aus erkundet. In 90min gelangt man per Schiff unter anderem vorbei am Flatowturm, Schloss Babelsberg zur Glienicker Brücke und weiter zum Jungfernsee mit Blick auf das Marmorpalais und das Schloss Cecilienhof.

7. Filmpark Babelsberg

Die Film- und Fernsehgeschichte in Babelsberg reicht über 100 Jahre zurück. Der Filmpark gehört zur Medienstadt Babelsberg und liegt in unmittelbarer Nähe zu den berühmten Babelsberger Filmstudios, in denen bis heute mehr als 3.000 Kino- und Fernsehfilme entstanden. Film-Fans kommen hier auf ihre Kosten: Neben einer Mischung aus Museen und Originalkulissen erwartet die Besucher eine Reihe von Fahrgeschäften sowie verschiedene (Stunt-) Shows, die viele spannende Einblicke in die Filmbranche geben. Mehr Informationen und Angaben zu Eintrittspreisen, Anfahrt, Öffnungszeiten und Führungen gibt es hier.

8. Babelsberger Park

Der Babelsberg-Park ist ein malerischer, ruhiger Gartenpark zum Entspannen und Eintauchen ins Grüne. Darüber hat man von hier eine wunderschöne Aussicht, um bei Sonnenuntergang die berühmte Glienicker Brücke zu bewundern. Von hier sieht man auch das Hans-Otto-Theaters auf der anderen Seite des Tiefen Sees.

Blick über den Tiefen See zum Flatowturm im Babelsberger Park

9. Glienicker Brücke

Die Glienicker Brücke liegt im Osten der Stadt, verläuft über die Havel und verbindet Potsdam mit Berlin. Die Landesgrenze ist farblich gekennzeichnet durch zwei unterschiedliche Grüntöne. Berühmt ist die Straßenverbindung vor allem aus der Zeit der Deutschen Teilung. Sie hat ihren Platz in den Geschichtsbüchern, weil sie mehrmals als Ort diente, an dem gefangene Agenten des Warschauer Pakts gegen westliche Spione ausgetauscht wurden. Damals war die Brücke für Zivilisten gesperrt. Heute ist sie die als ehemaliger Grenzübergang denkmalgeschützt und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

10. Neuer Garten und Marmorpalais

Von der Glienicker Brücke ist es nicht weit bis zum Heiligen See im Neuen Garten von Potsdam. Am besten geht man am Wasser entlang in Richtung Schloss Cecilienhof. Das liegt im nördlichen Teil des Neuen Garten. Von dort läuft man noch einmal etwa 10min bis zum Marmorpalais.

Das Marmorpalais am Heiligen See in Potsdam

Stadtrundgänge: Potsdam zu Fuß erkunden

Auf der folgenden Karte sind zwei mögliche Stadtrundgänge skizziert. Grundsätzlich ist die Stadt gut zu Fuß zu erkunden. Ebenso bietet es sich an auf Räder zurückzugreifen, um als Alternative zur Havelrundfahrt auch einige der zahlreichen Ausflugsziele in der Umgebung zu besuchen.

Die ZEIT ONLINE hat kürzlich geschrieben, ihnen fiele „keine andere mittlere Stadt ein, die direkt neben einer größten liegt und dabei so ein Selbstbewusstsein hat. Vielleicht noch Versailles vor den Toren von Paris.“ Und so ist es; Potsdam muss sich hinter Berlin nicht verstecken. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten besuche ich mit Freunden im Sommer gerne die Badestellen weiter im Westen der Stadt. Auf der Höhe Pirschheide, bei Caputh und auf dem Templiner See kann man beispielsweise auch Wassersport betreiben: SUP, Kajaktouren, Wasserski und Segelboot fahren.

Kajakfahren – Urlaub zu Hause