Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Palma

Mühle in Palma de Mallorca in Nähe des Hafens

Lieber Gustav, wir sind gestern nach unkomplizierter Reise gut in Palma gelandet und schon mitten im Urlaubsmodus. Unser Hotel liegt zentral in der Altstadt. Direkt nach dem Ankommen sind wir bei schönstem Sommerwetter durch die engen Gassen geschlendert bis hinunter an den Hafen und das Meer.

Calle de Jeroni Pou, Palma de Mallorca

Auf dem Rückweg ins Zentrum von Palma fanden wir in einer Seitenstraße eine kleine, rustikale, klassische Tapas-Bar, abseits von Touristen, mit einer super netten und unkomplizierten Atmosphäre. Für uns an dem Tag der perfekte Start in den Urlaub. Und so lecker!

Tag 1: Mit dem Fahrrad zum Aquarium von Palma

Ausgeschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir ein paar Straßen durch die Altstadt zum Fahrradverleih gegangen. Was wir gestern angefangen hatten zu Fuß zu erkunden, wollten wir in einem größeren Radius mit dem Rad fortsetzen. Vom Yachthafen in Palma führt ein schöner Radweg direkt am Meer und den Stränden vorbei bis zur Playa de Palma und Arenal. Abseits der Hauptstraße, entlang der Palmen und kleinen Cafés fuhren wir die Küste bestimmt gute 15km bis wir uns spontan dazu entschlossen, einen Zwischenstopp einzulegen und das Aquarium von Palma zu besuchen. Dort angekommen waren wir von den Unterwasserwelten mit über 8.000 Meerestieren in verschiedensten Becken recht beeindruckt. Fische in allen Farben, Seepferdchen, Korallen, Quallen, Meeresschildkröten. Besonders die Fütterung der Fische hatte es uns angetan.

Clownfisch im Palma Aquarium auf Mallorca

Wieder zurück in der Altstadt stellten wir die Räder am Hotel ab und verlängerten die Ausleihe direkt um drei weitere Tage. Danach schauten wir nach einem Restaurant zum Abendessen und fanden etwas abgelegen von den Touristenströmen das La Nueva Burguesa in Santa Catalina. Eine sehr gute Wahl. Frisches Essen in sympathischer Atmosphäre. Durch das Hafenviertel im Westen der Stadt ging es dann mit Blick auf die Kathedrale von Palma zurück zum Hotel. Die Fenster zum Innenhof haben wir auf. Draußen sind noch immer warme 28 Grad. Wir genießen den Luftzug durch’s offene Fenster.

Kathedrale von Palma

Windmühle in Palmas Hafenviertel

Mühle in Palma de Mallorca in Nähe des Hafens

Tag 2: Castell de Bellver und Jet Ski in Mallorca

Mit dem Fahrrad ging es heute wieder los: Diesmal in die andere Richtung; von Palma die Küste entlang in Richtung Westen. Auf der Karte entdeckten wir die Burg Castell de Bellver, die wir unterwegs passieren wollten. Wir dachten, das wäre ein schöner Zwischenstopp. War es auch! Etwas unvorbereitet stellten wir fest, dass die runde Burganlage auf dem bewaldeten Hügel etwa 115m über dem Meeresspiegel lag. Die sportlichen Fahrer mit ihren Rennrädern guckten uns etwas irritiert an, aber wir haben es auch in Flip Flops mit Stadträdern ohne viele Gänge geschafft. Und wurden nicht zuletzt mit einem grandiosen Ausblick über Palma belohnt.

Aussicht auf Palma vom Castell de Bellver

Nicht nur die Aussicht auf Palma und das Umland war wunderschön, ebenso der Anblick der runden Festung, die so hell in der Sonne schimmerte.

Blick auf den Innenhof des Castell de Bellver bei Palma

Innenhof vom Castell de Bellver in Palma

Von der Burg aus wählten wir den direkten Weg zurück zur Küste über unbefestigte Wege oder vielmehr Trampelpfade. Unsere Fahrt führte weiter vorbei an kleinen Dörfchen bis nach Cala Major und Sant Agustí. Und eigentlich sollte die Radtour auch noch weiter gehen, aber das Wassersport Center im Hafen von Cala Nova wollten wir uns genauer ansehen. Das Angebot war groß: Segel-Kurse, eine Fahrt mit dem Katamaran, Kajak-Touren, Windsurfen, Jetski fahren u.v.m. Wir entschieden uns schließlich für eine Rundfahrt mit dem Jetski. Jeder bekam sein eigenes und so fuhren wir mit bis zu 65km/h die Küste entlang; voller Adrenalin im Geschwindigkeitsrausch. Das war schon sehr aufregend.

Wassersport-Center im Hafen von Cala Nova, Sant Agustí

Für die Rückfahrt zum Hotel nahmen wir wieder den Küstenradweg und hielten am Hafen von Palma bei einem Italiener; Hunger hatten wir. Abends wird es ruhiger in der Stadt, die Touristen werden weniger. Bei den Windmühlen blieben wir noch einmal stehen. Dahinter strahlte die Kathedrale im Abendlicht. Wir hatten es nicht mehr weit zum Hotel; stellten die Räder ab und blickten auf einen wundervollen Tag zurück.

Windmühle am Hafen von Palma de Mallorca

Tag 3: Fahrt nach Sóller

Sóller ist eine kleine Stadt im Nordwesten von Mallorca. Sie liegt etwa 35km entfernt von Palma in der Serra de Tramuntana, einem wunderschönen Gebirgszug der Insel. Abseits vom Tourismus lädt diese Gegend zum Wandern durch die wilde Landschaft ein. Hier liegt auch der Puig Major, Mallorcas höchste Erhebung. Der Berg ragt 1.445 Meter empor.

Von Palma fährt seit 1912 eine elektrische Schmalspurbahn direkt nach Sóller. Ursprünglich wurde die Verbindung für den Transport von Orangen angelegt; heute ist es mehr eine Touristenattraktion. So fuhren wir in den historischen Holzwaggons durch die malerische Landschaft vorbei an Olivenhainen und Zitronenplantagen.

Historische Bahn von Palma nach Sóller

In Sóller angekommen schlenderten wir vom kleinen, historischen Bahnhof durch die Stadt, die engen Gassen und zur Kirche Sant Bartomeu. Vor der Fassade der Kirche – wie sollte es anders sein – stand ein kleiner Orangenbaum. Die Stadt ist bezaubernd.

Enge Gasse in Sóller

Orangenbaum vor der Kirche von Sóller

Die Kirche San Bartolomé in Sollér

Von hieraus ging es erneut mit einer historischen Bahn weiter bis zum Hafen von Sóller. Die Straßenbahn in knalligem Orange wird auch als „Orangen-Express“ bezeichnet. So erreichten wir gegen Mittag Port de Sóller, den Ausgangspunkt für unsere Wanderung, bevor es dann am Abend mit dem Zug wieder zurück nach Palma ging.

Tramvia de Sóller – Straßenbahn auf Mallorca

Unsere Wanderroute und die Eindrücke von unterwegs sind hier nachzulesen.

Wanderung mit Start und Ziel in Port de Sóller

Tag 4: Fliegen wie Superhelden

Den heutigen Tag gingen wir zunächst sehr entspannt an, fuhren mit den Rädern noch einmal in Richtung Hafen bis Cala Major und weiter bis zum Wassersport-Center. Vor zwei Tagen bei unserer Tour mit dem Jetski beeindruckte uns noch eine weitere sportliche Attraktion; das sogenannte Flyboarding. Und wir hatten Glück: Am späten Nachmittag gab es noch ein paar wenige freie Plätze.

Für das Flyboarding sind wir zunächst mit dem Jetski etwas raus aufs Meer gefahren. Mit genügend Abstand zur Küste sprangen wir mit Schwimmweste und Helm runter von Bord und rein ins Wasser. Dann zogen wir zwei Skischuh-ähnliche Stiefel an, die auf einem kleinen Standbrett befestigt waren. An diesem Brett wiederum befand sich ein dicker Schlauch, der mit dem Jetski verbunden war.

Jetski in Palma de Mallorca, Cala Nova

So funktioniert das Fliegen auf dem Board, das Flyboarding: Der Wasserstrahl, der sonst das Sportboot antreibt, wird über den Schlauch zum Standbrett unter den Füßen geleitet. Man selbst steckt in den Schuhen und „steht“ aufrecht im Wasser. Balanciert man auf dem Brett sein Gleichgewicht, hebt einen die Kraft des Wasserstrahls in die Luft. Es ist wie eine Wasserrakete unter den Füßen.

Wir ließen uns am Anfang erst einmal mit geringem Antrieb durch das Wasser schieben. Schon in dieser Schwimmposition war der Schub unter den Füßen sofort zu spüren. Indem wir uns dann im Wasser aufrichteten und die Beine durchstreckten, kam die Kraft direkt von unten und drückte uns nach oben. Wir flogen! Durch vorsichtige Gewichtsverlagerung konnten wir uns in alle Richtungen bewegen. Keine Frage, vor allem bei den ersten Versuchen fielen wir direkt wieder ins Wasser. So ging das einige Male, wir flogen, fielen, flogen, fielen. Ein paar Minuten später hatten wir den Dreh schon etwas besser raus.

Flyboard fliegen auf Mallorca

Unser Fazit: Ein total cooles Erlebnis! Fast schwerelos über dem Wasser zu fliegen, sich leicht zu fühlen und gleichzeitig den Schub und die Kraft zu kontrollieren und einzusetzen. Im Anschluss haben wir den Tag nach kurzer Rückfahrt nach Palma in der Tapas Bar España (das nette Restaurant in dem wir uns schon am ersten Abend so wohlgefühlt haben) gemütlich ausklingen lassen.

Spaziergang bei Nacht

Die Stadt hat auch nach Sonnenuntergang ihren Reiz! Wenn die Massen an Touristen verschwinden und die Sehenswürdigkeiten in einem ganz anderen Licht erstrahlen; im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders schön anzusehen war die hell angestrahlte Kathedrale La Seu. An diesem Abend waren es aber außerdem die Mondfinsternis und der Blutmond, die uns nach Einbruch der Dunkelheit noch einmal losziehen ließen. Ein beeindruckendes Schauspiel der Natur.

Kathedrale La Seu bei Nacht

Tag 5: Bummel durch die Altstadtgassen

Bevor es am Abend heißt, weiterzuziehen und uns von Palma zu verabschieden, sind wir noch einmal zu Fuß durch die Altstadt gebummelt. Wir liefen vom Hotel zuerst die Einkaufsstraße Av. de Jaume III entlang bis zum Boulevard Passeig del Born. Die Allee ist die größte Fußgängerzone und berühmt als Shopping-Meile für Luxusartikel. Umsäumt von großen Pappeln führt und die schöne Straße weiter zum Placa De La Reina. Der hübsche Platz ist wie eine Oase mitten im Stadtzentrum und das Tor zu vielen interessanten Sehenswürdigkeiten.

Brunnen am Placa de la Reina im Zentrum von Palma

Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zur Gartenanlage S’Hort del Rei direkt unterhalb des Almudaina Palastes und der Kathedrale La Seu.

Türme der Kathedrale von Palma de Mallorca

Wasserspiele der Königlichen Gärten von Palma

Von hier haben wir uns durch enge Gassen und kopfsteingepflasterte Straßen aufgemacht zu den sogenannten Banys Arabs. Für ein paar Euro Eintritt standen wir plötzlich inmitten einem uralten arabischen Badehaus. Es gab einen kurzen Film mit Erklärungen. Der umliegende Garten war nett angelegt und bot uns eine willkommene Pause. Ganz ruhig war es an den kleinen Gartentischen. Wir ließen das Bild auf uns wirken. Die Eindrücke des Tages, aber auch der ganzen Woche. Heute war unser vorerst letzter Tag in Palma.

Altstadtfassade mit offnem Balkon

Noch einmal Eiscreme auf dem Weg zurück zum Hotel. Wir holten unsere Koffer und stiegen in den Bus zum Hafen. Dort wartete die AIDAprima. Den ganzen Tag schon hatten wir sie von der Stadt aus sehen können. Nun geht es an Board. Unser Hotel für die nächsten Tagen. Wir sind voller Vorfreude. Auf der Fahrt durch das Mittelmeer sind unsere nächsten Stationen: Korsika, Rom, Florenz und Barcelona. Ahoi!

Herzlichst: Franziska